PEA M. HOEFIG

 

            Gemälde & Objekte

            Hagen/Westfalen

            Jahrgang 1955

            Autodidakt

            Einzelausstellungen und

    Ausstellungsbeteiligungen u.a. in

            Frankfurt / M., Enkheimer Kunstraum

            Geldern, Im Mühlenturm

            Hagen, Wasserschloß Werdringen

            Köln, Galerie in der Mütze

            Korbach, Galerie Lifestyle

            Krefeld, Schloß Greiffenhorst

            St. Tönis, Atelierhaus ....

 

 

           Wer in den nächsten Tagen die Ausstellung von Pea M. Höfig aus Hagen

           im Atelierhaus St.Tönis, Willicher Str.10 besucht, wird dort eine farbenfrohe

           Zusammenstellung von Bildern antreffen.

           In der Kunstszene sind sie unvergleichlich originell.

 

           Zwar finden sich Anleihen bei der Pop Art und Otto Dix, aber die Künstlerin

           verarbeitet sie zu einem gänzlich eigenständigen Stil.

           In den meisten Werken handelt es sich um Darstellungen zwischenmenschlicher

           Beziehungen, die aber rätselhaft bleiben, weil sie trotz Nähe Distanz halten.

           Blicke,  z.B., treffen sich nie direkt, auch wenn es körperliche Berührungen gibt.

 

           Neben den beiden Frauen, die in der Badewanne sitzen, fliegt ein Fisch

           in der Luft, was dieser Szene einen surrealistischen Touch gibt.

           Ein andermal scheint es bei einem Naturvolk um den Geschlechterkampf

           zu gehen. Aber zwischen den drei vorderen Gestalten liegt ein Krokodil

           (eine der ältesten Tierarten), die Frau hält ein Junges von ihm in der Hand.

           Ein Symbol für die ständige Fortpflanzung seit Jahrmillionen?

           Noch fantastischer ist eine Gestalt im Kostüm eines Aztekenpriesters (vielleicht),

           der über Steinsäulen im Meer läuft, schnappenden Haien davon, im Hintergrund

           die Osterinsel mit ihren riesigen Steinköpfen.

 

           Wir sehen auch eine Tanzende im Urwald, die sich ekstatisch zu Musik bewegt,

           natürlich bei Vollmond. Tanzen sehen wir auch ein Paar , das laut Titel zur

           Bohème gehört. Es ist in sich versunken.

           Noch musikalischer kommt uns ein Triptychon entgegen, auf dessen Mitte

           eine farbige, füllige Nightclubsängerin zu sehen ist. Sie trägt eine Federboa

           und Pömps. Links von ihr stehen zwei tänzelnde Background- Sängerinnen.

           Auf dem rechten Bild sehen wir zwei Saxophonisten und einen dritten Mann

           der die Rumbakugeln schüttelt, das ganze eingerahmt im Hintergrund von

           einem roten Vorhang und so intensiv gemalt, das man meint,

           die Musik hören zu können.

 

           Hier soll nicht über alle Bilder geschrieben werden, denn selber gucken ist besser.

           Nur, ein Bild fällt ganz aus der Reihe:

           Eine junge, schöne Frau sitzt traurig an einer Theke, den Kopf aufgestützt, vor

           einem Glas Rotwein. Es schaut so aus, als ob ihre Verabredung nicht gekommen

           sei. Das Leben scheint also nicht immer nach Plan zu laufen,

           aber Sie können den Besuch dieser Ausstellung noch bis zum 22.März planen.

           Wir würden uns freuen.

 

           Krefeld, den 10.03.2002                                                                                   Caco